“…Trennen wir uns von der Vorstellung, dass Kunst so ein Paradeanzug ist, Kunst ist etwas menschliches und etwas übermenschliches und Bindeglied zwischen Mensch und dem, was nach dem Menschen kommt an Dimension. Sonst bräuchten wir keine Kunst…”
Diese Aussage von Jörg Immendorff stammt aus einem Interview mit dem Nachrichtensender n-tv 2005, komplett nachzulesen hier: n-tv
Jörg Immendorff, einer der bekanntesten deutschen Nachkriegsmaler, schwer von der todbringenden Muskelkrankheit ALS gezeichnet (er selbst gründete eine Stiftung zur Erforschung der Krankheit), erlebte 2005 noch einen seiner größten Triumphe: die Rückschau auf sein Lebenswerk in der Berliner Nationalgalerie, um deren schnellstmögliche Präsentation er damals nachdrücklich gebeten habe. Zu Recht. Den geplanten Termin 2010 hätte er nicht erlebt.

Café Deutschland, “Caféprobe”, 1980
Als Student wurde er von der Düsseldorfer Akademie verwiesen. Als Professor kam er 1996 zurück. Schon 1972 nimmt er, Autodidakt nach seinem Rausschmiss, an der documenta 5 in Kassel teil, fünf Jahre später an der Biennale von Venedig.
Bei Joseph Beuys studierte der 19jährige und übernahm das Politische in seine Arbeit. Sein berühmtes ,,Café Deutschland‘‘, ein Bilderzyklus in dem er die Teilung Deutschlands anprangerte, der bis 1983 auf 43 Werke anwachsen und ihm mit der Wiedervereinigung posthum den Ruf eines Visionärs einbringen wird.
Ein merkwürdiges Projekt – damals!
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Nachtrag, 26. 01. 2008:
neuer Beitrag zu Jörg Immendorff, anlässlich einer Ausstellungseröffnung





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