Immer wieder ist das MQ (Museumsquartier) in Wien Garant für ein abwechslungsreiches Kunsterlebnis. So empfand ich auch den gestrigen Besuch. Auf dem Weg zur Kunsthalle begegnet man am „public space karlsplatz „- der „Kunstinsel“ inmitten eines der verkehrsreichsten Knotenpunkte in Wien – der begehbaren Skulptur von Joep van Lieshout „Wellness Skull“ – gestern leider verschlossen, aber mit einem vollfunktionsfähigen Wellness-Center, mit Sauna, Whirlpool und Dusche, ausgestattet. Ein Hinweis des Künstlers auf die Vergänglichkeit des menschlichen Körpers, im Hinblick auf den Wellness-Wahn.

Rudi Pinter und Andreas Roseneder vor dem „Wellness-Skull“ von Joep van Lieshout
Solchermaßen vorbereitet, „geerdet“ sozusagen, waren wir bereit dazu, durch die Ausstellung „Edward Hopper: Western Motel“ in der Kunsthalle Wien mehr über die „american contemporary art“ zu erfahren.

Edward Hopper „Western Motel“, 1957 – Original!

make your own Hopper-picture!

Hopper’s Western Motel, by audience!
Dieses Bild haben wir gemeinsam produziert: Andreas sitzt in der Rauminstallation nach dem Titelbild von Hopper, welche eine von uns beobachtete lebhafte Begeisterung in den Ausstellungsbesuchern auslöst. Auch wir konnten der Versuchung nicht widerstehen!
Die meisten der ausgestellten Arbeiten stammen aus dem Whitney Museum in New York und geben einen guten Eindruck davon, wie und welche Künstlerkollegen Hopper nachhaltig inspiriert bzw. beeinflusst hat. Die gleichzeitige Präsentation von Werken anderer Künstler bestätigen dies mit Nachdruck. Bild- und Lichtinszenierungen von unwirklich scheinenden Hotel-, Bar- oder Hausansichten lassen den Besucher vermuten, jetzt das typisch amerikanische in Hopper’s Kunst entdeckt zu haben. Aber da gibt es wahrlich viel zu entdecken und mit einem einmaligen Besuch ist die Entdeckungsreise sicher nicht zu Ende!
Bemerkenwert bei unserem gestrigen Ausstellungsbesuch war die Begeisterung von zahlreichen deutsch- und englischsprachigen Schülergruppen, für die Hopper’s Kunst augenscheinlich eine sehr anregende Sache war. Die Kunsthalle leistet anscheinend wertvolle & attraktive Kunstvermittlungsarbeit mit ihren „educational programs“!
Eine weitere Attraktion in der Kunsthalle ist die Ausstellung „… plötzlich wurde ein langweiliger Raum magisch …-Zilvinas Kempinas“. Abgespulte Videobänder, die sich im Luftzug bewegen, dienen als skulpturales Material, um Architektur in ein optisch schwirrendes Environment zu verwandeln oder ein hypnotisierendes Linienspiel zu inszenieren. Hier das anschauliche Video dazu:
Inzwischen war es Abend geworden und beim Verlassen der Kunsthalle konnten wir uns mit den Mäusen des Künstlers Peter Kogler, projiziert auf das Gebäude des MUMOK, von einigen Stunden Inspiration im MQ verabschieden (2 videos):





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