Gestern im „Haus der Kultur“, Halbturn, und – scheinbar - wie an den vorangegangenen Vernissagen in Peter Infeld’s Kunstrefuigum: zur Präsentation eines ungewöhnlichen Künstlers (Robert Zeppel-Sperl) eine große Versammlung von Freunden des Hausherrn, Kunstliebhabern und Künstlern, ein Musik-Special der besonderen Art, herausragende Gästebetreuung.
Gestern nahm Peter Infeld’s Portrait den Platz des Kunstsammlers bei der Ausstellungseröffnung ein, rechts von seiner Witwe.
Und doch war in den gedämpften Unterhaltungen zu spüren, dass die Trauer um den kürzlich verstorbenen Hausherrn Peter Infeld (+ 15. April 2009) allgegenwärtig war. Peter Infeld verstarb vor einigen Wochen – und es war dies die erste Veranstaltung in seinem „Haus der Kultur“ nach seinem Ableben. Ich habe schon viele Male die Ausstellungseröffnungen in Halbturn besucht und sie immer als ein ganz besonderes Ereignis empfunden. Auch wenn Peter Infeld als Gastgeber sich dank seiner Schüchternheit nicht wirklich in der Menge sonnte und sich oft nach der offiziellen Eröffnung auf seinen Stammtisch im Hintergrund zurückzog: er war präsent! Und konnte manchmal erst dann, wenn der Großteil der Besucher bereits den Heimweg angetreten hatte, seinen Entertainer-Qualitäten freien Lauf lassen: ob durch Gesang oder durch Vortrag seiner eigenen Gedichte – oder manchmal beides hintereinander – und mit Anekdoten und Erlebnissen seine Gäste unterhalten. Er hatte schon seine liebenswürdigen Eigenheiten, wie viele andere Kreative auch.
Und er hat unzweifelhaft eine Lücke hinterlassen: als einer der größten Kunstsammler und -förderer und als Mensch.
Eines der letzten Interviews mit Peter Infeld führte René Desor vor einigen Wochen, nachzulesen unter „at the end of a rainbow“ auf seinem blog.

Der Künstler Robert Zeppel-Sperl war mit Peter Infeld sehr befreundet, was sich in der Benennung eines seiner 2 Gästezimmer ausdrückt: in seinem Halbturner Refugium gibt es ein „Zeppel-Sperl-Zimmer“! Zur gestrigen Ausstellungseröffnung waren auch zwei künstlerische Weggefährten gekommen: Franz Ringel und Wolfgang Herzig.

Wilfried’s (links) „4 Xang“ konnte feinfühlig und gekonnt mit Stimmakrobatik und Humor die Stimmung aufhellen, ganz im Sinne des verstorbenen Hausherrn!

- zu später Stunde gab es noch einen musikalischen „Nachschlag“ im Innenhof
(prominente Zuhörer, links, sitzend: Fria Elfen und Andreas Roseneder)







im Innenhof: Skulptur von Bruno Gironcoli

Es fällt einem wirklich schwer, die gesammelten Eindrücke und Emotionen die über diesem Ereignis lagen in Worte zu fassen, aber ein Dankeschön! an Peter Infeld angesichts seines Engagements in Sachen Kunst – und damit ist selbstverständlich auch seine Förderung und Unterstützung der Musikszene gemeint – muss sein!
Peter, Leute wie du sind rar gesät! Wie schön, dich kennengelernt zu haben.
links:
Infeld Haus der Kultur
Das Unternehmen „Thomastik-Infeld“ von Peter Infeld
Die Sammlung Infeld






2 Antworten zu „Peter Infeld’s Spuren“