Weihnachtskultur vs. Weihnachts-super(?)-markt(?)

Per mail flatterte mir heute früh eine Pressemitteilung in den Posteingang. Während ich mit kurzem Blick darüberscannte, blieben meine Augen an dem Wort „Weihnachtsmannfrei Zone“ hängen.

fantastisch! wo gibt’s das noch? wo ist diese Insel an Qualität und Emotion? Wo krieg ich mein Stück Advent?

Und meine Gedanken begannen zu arbeiten – hin und zurück, von der Vergangenheit in die Gegenwart. Ich begann die Vorweihnachtszeit meiner Kindheit und Jugendzeit gegen das Weihnachtsmarketing, dem heute jeder Mensch fast hilflos ausgesetzt ist, abzuwägen. Und ich versuche, das mehr oder weniger „inhaltslose“ Weihnachten der letzten Jahre zu analysieren. Ja gewiss waren die gemeinsamen Stunden an den Weihnachtsfeiertagen etwas Besonderes, aber die Zeit vor dem Fest? War der Advent überhaupt noch ein Advent? Mit dieser ganz eigenartigen Stimmung und den Gedanken an das Wesentliche….? Mit Ereignissen, die ausschließlich individueller, innerlicher Natur sind! Unerzählbar, unerklärbar, aber fühlbar liegen sie in der Luft.

Wann war der Zeitpunkt, an dem der Wetterumschwung stattfand und sich die „gefühlte“ Weihnachtstemperatur aufgrund von aufdringlichstem Kommerz in dieses riesige Tief ausbreitete? Das war doch eher eine sich heranschleichende Aktion – ähnlich des Heranschleichens des Weihnachtsmannes in die Schaufenster, Weihnachtsplakate und sogar in die vielen privaten Vorgärten! Ich empfand diese „McDonaldisierung“ von Weihnachten (dasselbe passiert jedoch auch mit dem Helloween-Import) allerdings schon immer als ziemlich lächerlich und unserem Kulturkreis wenig bekömmlich! Erwehren konnte man sich bisher dessen leider nicht…

außer – siehe da – :))

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wie das uns sehr bekannte „gallische Dorf“ wehrt sich eine Region dagegen, ihre Bewohner und Gäste mit oberflächlichem Kommerz zuzuschütten und bietet ihnen gegenteilig „…leise und vertraut, ohne marktschreierische Elemente, jedoch tief dem Gedanke des Advent verhaftet…“ und absolut „…weihnachtsmannfrei…“ eine – im wahrsten Sinn des Wortes –
Advent
( lat.: adventus, Ankunft; advenit: er kommt)
Zeit!

Auf dass nicht nur ER, sondern auch wir bei uns ankommen!

Das war das erste Mal, dass ich mich aufgrund einer Pressemitteilung sofort in eine andere Region gewünscht habe.
„..beam me up there, Scottie!“

Wolfgangseer Advent

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