Zu Beginn des neuen „Kulturjahres“: ein Spaziergang

Der erste „Kultur-Tripp“ ist fast ein Pflichttermin: heute unternahm ich (nach all den weihnachtlichen Festivitäten dringend notwendig für das körperliche und geistige Wohlbefinden) einen Fußmarsch durch die winterliche Landschaft außerhalb von St.Margarethen (Bgld) zum Hügel des von Karl Prantl gegründeten Bildhauersymposions. 1959 von hier ausgehend, eroberte seine Symposionsidee den Erdball.
Ich ging meinen eigenen Weg, teilweise auch durch die stillen Reihen von ruhenden Weingärten.

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Im Weingarten nickt wissend ein „Rebenkopf“, Geschöpf der Wein-Kulturlandschaft.

Schon beim Hingehen habe ich mir überlegt, dass ich diesen Jahresbeginn mit einem Besuch des „Goliath“, einer Skulptur des Künstlers Achaim (Israel/Paris), entstanden während des 2. Internationalen Bildhauersymposions in St. Margarethen 1960, beginnen würde.

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Inmitten einer Baumgruppe steht diese Skulptur mit einer auf der Rückseite eingemeißelten Inschrift des Bildhauers Achaim: „Armer Goliath, du wurdest erschlagen wie ein Hund. Du hast verhöhnt die Lehre der Geschichte, du hast vertraut dem Schwert und der Gewalt.“

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Vom nächtlichen Schneefall ist nicht viel übriggeblieben, das bisschen Schnee auf den Skulpturen zeichnet jedoch verantwortlich für eine neue Erlebniswelt. Ich musste feststellen, dass Karl Prantl’s Symposionshügel zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter einen Besuch wert ist. In welchem Museum hat man schon diese Möglichkeiten?
more: „Symposion Europäischer Bildhauer“ St.Margarethen

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2 Gedanken zu “Zu Beginn des neuen „Kulturjahres“: ein Spaziergang

  1. schade, dass ich heute nicht mitgehen konnte. der sandstein wird noch weicher im optischen eindruck. wenns wieder mal schneit, mit ein bisschen mehr schnee auf dem stein & idealer beleuchtung durch die sonne, dann meld ich mich wieder!

  2. würde mich sehr freuen! auch ich warte jetzt schon ganz neugierig auf mehr schnee für meinen nächsten „walk“ zum „heiligen Berg“.
    du kannst dir nicht vorstellen, welche ruhe dort jetzt über dem gelände liegt. habe gestern nicht einmal einen einzigen vogel gesehen, keine hasen, keine rehe – alles ruht! eine kontemplative stille!
    und du weißt ja, wie lebendig es in diesem naturschutzgebiet sonst zugeht!

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