Die „Steine“ des Karl Prantl

Karl Prantl “Stein für Josef Matthias Hauer”, 1964 Karl Prantl: „Stein für Josef Matthias Hauer„, 1964

Mit diesen Stein setzte Karl Prantl ein Denkmal für den Komponisten und Musiktheoretiker Joseph Matthias Hauer, der 1959 starb.

!!! Anmerkung: dies ist ein kleiner „Appetithappen“, der Lust auf mehr machen möchte! Ausführlichere Infos über das „1. Internationale Bildhauersymposion in St.Margarethen“, den Gründer Karl Prantl, die teilnehmenden Bildhauer u.v.a.m. inkl. Bilder der entstandenen Werke finden Sie auf dieser Seite: Bildhauersymposion St.Margarethen

Take one:
Manchmal, wenn ich ihm begegne, pflege ich ihm mein tiefstes Bedauern über mein „jugendliches“ Alter von 50 Jahren auszusprechen, welches mich leider davon abhielt, seinen Werdegang bzw. seinen „Kampf“ um das Bildhauersymposion St. Margarethen live mitzuerleben. „ER“ ist für mich eine der herausragenden internationalen Künstlerpersönlichkeiten, sowieso „DER“ burgenländische Künstler, aber vor allem ein überaus interessanter und warmherziger Mensch: Karl Prantl.

Karl Prantl  (Foto: TV)

Er hat internationale Kunstgeschichte geschrieben: Das 1. Bildhauersymposion (auf welches alle folgenden überall auf der Welt in ihren Annalen hinweisen!) wurde von ihm 1959 in den Kalksandsteinbrüchen von St. Margarethen im Burgenland gegründet. Diese Seite zu machen, ist für mich eine Herzensangelegenheit und ein kulturell-informatorisches Bedürfnis. Denn, trotz seiner internationalen Bedeutung fehlt dem Symposion bzw seinen Mitgliedern eine adäquate Lobby und dies, obwohl das internationale Who-is-Who der Bildhauerszene involviert ist. Das ist zwar sehr seltsam, aber typisch für unser Land: hier zählt die Masse (z.B. Seefestspiele Mörbisch, Opernfestspiele St. Margarethen) mehr als die künstlerische Qualität und Bedeutung.
Auch dass tausende Menschen – auch weniger Kunstinteressierte – jährlich den Spaziergang über die grösste gratis Freiluft-Galerie auf dem naturgeschützten Hügel des Symposions genießen und immer wiederkommen – hat für die Politik keinerlei Bedeutung. Die Menschen aber lieben den Berg, auch wenn die meisten keine Ahnung haben, wem die Werke zugeschrieben werden können. Sie werden auch keinerlei Information an Ort und Stelle finden, das Symposion bekommt für solche Zwecke (für die Abhaltung von Symposien sowieso schon lange nicht!) keinerlei Gelder.

Mein Beweggrund für dieses Engagement: schon in meiner Kindheit bin ich gerne mit dem Fahrrad zu dem Berg gefahren und habe die Künstler fasziniert, still und fast andächtig bei der Arbeit beobachtet. Die lebhaftere Version hatten wir öfters zuhause im Weinkeller meines Vaters, wenn er mit den Künstlern einen kleinen Umtrunk zelebrierte. Mein Vater betreute auch das Künstlerhaus, wenn niemand da war, kümmerte sich um Rohrbrüche im Winter, etc. Meine Mutter schnürte Verpflegungspakete, usw. Heute besitzt mein Vater eine Sammlung von Gemälden, die allesamt den Steinbruch bzw St. Margarethen als Objekt haben, Geschenke der Künstler, die bei ihm zu Gast waren. Er hortet diesen persönlichen Schatz an unzugänglicher Stelle (in seinem Zimmer). Leider!

Take two:

Karl Prantl erhielt im Mai 2007 den wohl höchstdotierten deutschen Bildhauerpreis. Information darüber – auch biografische Daten des Symposion-Gründers auf dieser Webseite: Institut für aktuelle Kunst

Einige Bilder zum ansehen im Flickr-Album namens Symposion Europäischer Bildhauer, St.Margarethen.

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